Heute Morgen habe ich eine der Ameisen dabei erwischt, wie sie einen Müllkrümel über den Rand der Arena in den Wassergraben geworfen hat. Das erkärt die vielen Krümel im Wasser. Und auch in der Zuckerlösung. Ameisen scheinen dazu zu neigen, Dreck in Flüssigkeiten zu entsorgen.
Das könnte auch das Phänomen der vielen ertrunkenen Ameisen der letzten Zeit erklären. Ich hatte tagelang beinahe jeden Abend eine Ameisenleiche im Wassergraben gefunden - und immer wieder rausgefischt. Nach einigen Tagen fiel mir auf, dass die Leichen in einem immer schlechteren Zustand waren - und die rausgefischten jedesmal fehlten. Anscheinend wurde dieselbe Leiche jedesmal wieder ins Wasser geworfen.
Ansonsten läuft alles. Jede Menge Puppen warten aufs Schlüpfen, und der Klumpen mit den frischen Eiern ist auch stark gewachsen. Und wurde in den neuen Wasserspeicher verlegt.
Freitag, 27. Juni 2008
Dienstag, 24. Juni 2008
Bevölkerungsexplosion
Endlich geht's ab!
Das Volk der DICKEN legt mächtig los. Die Wachstumsrate der Population ist größer als die von China und Indien. Um dem Rechnung zu tragen, habe ich wieder umgebaut.
Nestumbau
Zunächst habe ich den Schlauchkomplex um einen zusätzlichen Wasserspeicher und eine Belüftung erweitert (s. Bild). Zudem habe ich die gesamte Nestanlage in einen Schuhkarton eingebaut, damit es abgedunkelt ist und komplett als Nest genutzt werden kann.
Mit Erfolg. Wie man auf dem Bild sieht, wurden die meisten Puppen in den neuen Wasserspeicher verlegt. Nahrung wird, sofern transportabel, ebenfalls komplett ins Nest verfrachtet und dort in Ruhe zerlegt.
Bild: Nestkomplex

Sport und Füttern
Die Arena steht jetzt etwas entfernt und ist über eine ca. 1 m lange Schlauchstrasse mit dem Nest verbunden. Da drin ist jetzt immer was los. Ein Gerenne ist das... da wird keine Ameise zu dick.
In der Arena wird gefüttert. Der "Giftpott" mit der Zuckerplörre ist jetzt ständig gefüllt. Dazu serviere ich allerlei Insekten, die in meiner Wohnung plötzlich zu Tode kommen. Sehr beliebt bei den Mädels. Mit steigendem Nahrungsbedarf werden auch endlich die lange verschmähten Maden aus der Dose angenommen. Vorher muß man denen etwas den Kopf verdrehen, weil sie sonst zum sich-verstecken und -verpuppen neigen. Und ich will schließlich Ameisen füttern - und keine Goldfliegen züchten. (Was da passieren kann, ist im Buck-Film "Karniggels" schön zu sehen).
In der Arena sind jetzt ständig ein paar Ameisen auf Patroille. Kann ja immer mal plötzlich Futter vom Himmel fallen...
Bild: Arena

Alles in allem geht es dem Volk der DICKEN also prächtig. Es sind schon wieder sehr viele Puppen vorhanden. Wenn das so weitergeht, muß ich mir bald schon wieder Gedanken über eine Nesterweiterung machen.
(Alle Bilder: klicken zum Vergrößern)
Das Volk der DICKEN legt mächtig los. Die Wachstumsrate der Population ist größer als die von China und Indien. Um dem Rechnung zu tragen, habe ich wieder umgebaut.
Nestumbau
Zunächst habe ich den Schlauchkomplex um einen zusätzlichen Wasserspeicher und eine Belüftung erweitert (s. Bild). Zudem habe ich die gesamte Nestanlage in einen Schuhkarton eingebaut, damit es abgedunkelt ist und komplett als Nest genutzt werden kann.
Mit Erfolg. Wie man auf dem Bild sieht, wurden die meisten Puppen in den neuen Wasserspeicher verlegt. Nahrung wird, sofern transportabel, ebenfalls komplett ins Nest verfrachtet und dort in Ruhe zerlegt.
Bild: Nestkomplex

Sport und Füttern
Die Arena steht jetzt etwas entfernt und ist über eine ca. 1 m lange Schlauchstrasse mit dem Nest verbunden. Da drin ist jetzt immer was los. Ein Gerenne ist das... da wird keine Ameise zu dick.
In der Arena wird gefüttert. Der "Giftpott" mit der Zuckerplörre ist jetzt ständig gefüllt. Dazu serviere ich allerlei Insekten, die in meiner Wohnung plötzlich zu Tode kommen. Sehr beliebt bei den Mädels. Mit steigendem Nahrungsbedarf werden auch endlich die lange verschmähten Maden aus der Dose angenommen. Vorher muß man denen etwas den Kopf verdrehen, weil sie sonst zum sich-verstecken und -verpuppen neigen. Und ich will schließlich Ameisen füttern - und keine Goldfliegen züchten. (Was da passieren kann, ist im Buck-Film "Karniggels" schön zu sehen).
In der Arena sind jetzt ständig ein paar Ameisen auf Patroille. Kann ja immer mal plötzlich Futter vom Himmel fallen...
Bild: Arena

Alles in allem geht es dem Volk der DICKEN also prächtig. Es sind schon wieder sehr viele Puppen vorhanden. Wenn das so weitergeht, muß ich mir bald schon wieder Gedanken über eine Nesterweiterung machen.
(Alle Bilder: klicken zum Vergrößern)
Mittwoch, 4. Juni 2008
Alarmübung
Gestern habe ich die Verteidigungsbereitschaft der Ameisenkolonie getestet. Anhand eines Maden-Angriffs.
Eigentlich wollte ich nur füttern und habe dazu eine lebende Made von recht großem Kaliber in einen der seitlich am Haupttunnel angrenzenden Versorgungsschächte gesetzt. Die Made, die kurz zuvor noch von der Kühlschrankkälte erstarrt war, wurde schnell munter und begann, in den Haupttunnel vorzudringen. Dort traf sie auf die erste Ameise.
Und dann ging es los. Ein so großes, robustes und lebendiges Tier im Verbindungsgang zwischen Nest und Arena - da war sofort Alarm auf der Hütte! In Windeseile hatte die Entdeckerameise fünf Kumpels herangeholt, und dann hatte die Made nichts mehr zu lachen. Sie wurde heftigst attackiert und Richtung Ausgang getrieben. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein fetter Wurm kriechen kann, wenn er muss!
Nachdem die Made die offene Arena erreicht hatte, wurde der Angriff eingestellt. Anscheinend zählt der Tunnel für die Ameisen noch zum Nestbereich, die Arena jedoch nicht.
Das Ende vom Lied war jedenfalls: Made nicht gefressen, Alarmübung bestanden.
Ein schöner Nebeneffekt der Madenaktion war die Reinigung des Tunnels. Dort hatten die Ameisen in letzter Zeit doch relativ viel Dreck liegen lassen, hauptsächlich Insektenteile. Diesen Müll hat die Made bei der Flucht bis zum Ausgang vor sich hergeschoben. Dort konnte ich das Zeug dann entsorgen.
Abschließend gibt es noch einen Todesfall zu vermelden: erstmalig ist eine Ameise im Wassergraben ertrunken. Es war eine kleine aus der ersten Generation. Damit ist jetzt nur noch ein kleines Exemplar übrig.
Eigentlich wollte ich nur füttern und habe dazu eine lebende Made von recht großem Kaliber in einen der seitlich am Haupttunnel angrenzenden Versorgungsschächte gesetzt. Die Made, die kurz zuvor noch von der Kühlschrankkälte erstarrt war, wurde schnell munter und begann, in den Haupttunnel vorzudringen. Dort traf sie auf die erste Ameise.
Und dann ging es los. Ein so großes, robustes und lebendiges Tier im Verbindungsgang zwischen Nest und Arena - da war sofort Alarm auf der Hütte! In Windeseile hatte die Entdeckerameise fünf Kumpels herangeholt, und dann hatte die Made nichts mehr zu lachen. Sie wurde heftigst attackiert und Richtung Ausgang getrieben. Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein fetter Wurm kriechen kann, wenn er muss!
Nachdem die Made die offene Arena erreicht hatte, wurde der Angriff eingestellt. Anscheinend zählt der Tunnel für die Ameisen noch zum Nestbereich, die Arena jedoch nicht.
Das Ende vom Lied war jedenfalls: Made nicht gefressen, Alarmübung bestanden.
Ein schöner Nebeneffekt der Madenaktion war die Reinigung des Tunnels. Dort hatten die Ameisen in letzter Zeit doch relativ viel Dreck liegen lassen, hauptsächlich Insektenteile. Diesen Müll hat die Made bei der Flucht bis zum Ausgang vor sich hergeschoben. Dort konnte ich das Zeug dann entsorgen.
Abschließend gibt es noch einen Todesfall zu vermelden: erstmalig ist eine Ameise im Wassergraben ertrunken. Es war eine kleine aus der ersten Generation. Damit ist jetzt nur noch ein kleines Exemplar übrig.
Donnerstag, 29. Mai 2008
Generationswechsel
Vor einigen Tagen entdeckte ich beim Müllaufsammeln in der Arena eine tote Ameise. Es war eine von den kleinen Tieren aus der ersten Generation.
Inzwischen hat sich der erste Generationswechsel vollzogen. Die neuen Ameisen, die seit Januar ausgebrütet wurden, sind deutlich größer als die ersten, die die DICKE mitgebracht hatte. Und damit sind sie auch kräftiger und schaffen mehr Futter weg.
Die Population des Volkes liegt jetzt bei ca. 10 Tieren. Davon sind die meisten neue, große Tiere. Von den kleinen Ameisen der ersten Generation leben höchstens noch zwei. Im Nest, das sich immer noch im Reagenzglas befindet, liegen schon jede Menge neue Puppen bereit, die eifrig versorgt werden. Als Nahrung gebe ich regelmäßig Honigwasser (welches ich neuerdings in meiner alten Ameisen-Giftköder-Dose serviere ;-)) sowie diverse Insekten, die mir in der Wohnung in die Hände fallen. Gerade heute morgen seilte sich beim Hochfahren der Jalousie noch eine Zitterspinne vor meinen Augen ab, die ich prompt aufgefangen und zu Ameisenfutter verarbeitet habe.
Was bisher nicht so gut läuft, sind Maden. Weder roh noch abgekocht. Ich hatte vor ein paar Tagen eine Dose Pinky-Maden (das sind die Larven der Goldfliege) beim Anglerbedarf erworben und den Ameisen angeboten. Die gehen aber nicht so recht ran. Vielleicht liegt es am Überangebot an Insekten im Verhältnis zur relativ kleinen Population, oder an der zähen Haut der Maden. Vielleicht schmecken die Dinger einfach auch nicht. Aber ich denke, das gibt sich, wenn das Volk erstmal größer ist und mehr Nahrung benötigt.
Inzwischen hat sich der erste Generationswechsel vollzogen. Die neuen Ameisen, die seit Januar ausgebrütet wurden, sind deutlich größer als die ersten, die die DICKE mitgebracht hatte. Und damit sind sie auch kräftiger und schaffen mehr Futter weg.
Die Population des Volkes liegt jetzt bei ca. 10 Tieren. Davon sind die meisten neue, große Tiere. Von den kleinen Ameisen der ersten Generation leben höchstens noch zwei. Im Nest, das sich immer noch im Reagenzglas befindet, liegen schon jede Menge neue Puppen bereit, die eifrig versorgt werden. Als Nahrung gebe ich regelmäßig Honigwasser (welches ich neuerdings in meiner alten Ameisen-Giftköder-Dose serviere ;-)) sowie diverse Insekten, die mir in der Wohnung in die Hände fallen. Gerade heute morgen seilte sich beim Hochfahren der Jalousie noch eine Zitterspinne vor meinen Augen ab, die ich prompt aufgefangen und zu Ameisenfutter verarbeitet habe.
Was bisher nicht so gut läuft, sind Maden. Weder roh noch abgekocht. Ich hatte vor ein paar Tagen eine Dose Pinky-Maden (das sind die Larven der Goldfliege) beim Anglerbedarf erworben und den Ameisen angeboten. Die gehen aber nicht so recht ran. Vielleicht liegt es am Überangebot an Insekten im Verhältnis zur relativ kleinen Population, oder an der zähen Haut der Maden. Vielleicht schmecken die Dinger einfach auch nicht. Aber ich denke, das gibt sich, wenn das Volk erstmal größer ist und mehr Nahrung benötigt.
Samstag, 10. Mai 2008
Some kind of food
Hallo Freunde der DICKEN!
Seit dem letzten Eintrag hat die Ameisenpopulation im Nest der DICKEN einen großen Sprung getan, indem sie sich verdoppelt hat. Statt vier gibt es jetzt acht Arbeiterinnen. Das Volk der DICKEN hat einfach die Zeit der Ruhe genutzt, da ich 2 Tage in Berlin war und nicht ständig ins Nest geglotzt habe.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Vermehrung ist sicherlich das zunehmende Nahrungsangebot. Seit der Frühling richtig angebrochen ist, gibt es auch vermehrt Krabbelzeug zu entdecken, welches man - geeignet aufgebrochen - an Lasius niger verfüttern kann.
Ein Beispiel von heute Abend. Auf dem Weg zum .... sah ich auf dem Parkett im Flur folgendes:

Mir ging gleich "Ameisenfutter" durch den Kopf. Ich holte den Fangbecher samt Bierdeckel. Als ich die Spinne, die immerhin (inkl. Beine) größer war als eine 5-Euro-Münze, gefangen hatte, konnte ich es nicht übers Herz bringen, sie zu töten. Dafür war sie zu lebendig, zu aktiv. Und auch zu ästhetisch in ihrer eleganten Art zu laufen.
Kurzum, ich habe das Tier im Garten freigelassen.

Dieses Viech hingegen ist tot, wie man unschwer erkennen kann. Ich habe es heute Nachmittag in der Regentonne entdeckt, wo es mit völlig sinnlosen Schwimmübungen beschäftigt war. Ohne Gewissensbisse habe ich es für die Ameisen "aufbrechen" können.
Eine Wanze ist eben häßlich. Aber sie ist groß, und voll von leckerem Glibber für die Mädels. Und sowas gibt es jetzt regelmäßig.
Mehr zu speziellem Ameisenfutter gibt es in einem der nächsten Posts. Dabei werden wir wieder einen Blick in die Vergangenheit werfen. Seien Sie gespannt!
Gruß
Michael
P. S.: Aufgepasst? Es steckt ein Fehler im heutigen Beitrag...
Seit dem letzten Eintrag hat die Ameisenpopulation im Nest der DICKEN einen großen Sprung getan, indem sie sich verdoppelt hat. Statt vier gibt es jetzt acht Arbeiterinnen. Das Volk der DICKEN hat einfach die Zeit der Ruhe genutzt, da ich 2 Tage in Berlin war und nicht ständig ins Nest geglotzt habe.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Vermehrung ist sicherlich das zunehmende Nahrungsangebot. Seit der Frühling richtig angebrochen ist, gibt es auch vermehrt Krabbelzeug zu entdecken, welches man - geeignet aufgebrochen - an Lasius niger verfüttern kann.
Ein Beispiel von heute Abend. Auf dem Weg zum .... sah ich auf dem Parkett im Flur folgendes:

Mir ging gleich "Ameisenfutter" durch den Kopf. Ich holte den Fangbecher samt Bierdeckel. Als ich die Spinne, die immerhin (inkl. Beine) größer war als eine 5-Euro-Münze, gefangen hatte, konnte ich es nicht übers Herz bringen, sie zu töten. Dafür war sie zu lebendig, zu aktiv. Und auch zu ästhetisch in ihrer eleganten Art zu laufen.
Kurzum, ich habe das Tier im Garten freigelassen.

Dieses Viech hingegen ist tot, wie man unschwer erkennen kann. Ich habe es heute Nachmittag in der Regentonne entdeckt, wo es mit völlig sinnlosen Schwimmübungen beschäftigt war. Ohne Gewissensbisse habe ich es für die Ameisen "aufbrechen" können.
Eine Wanze ist eben häßlich. Aber sie ist groß, und voll von leckerem Glibber für die Mädels. Und sowas gibt es jetzt regelmäßig.
Mehr zu speziellem Ameisenfutter gibt es in einem der nächsten Posts. Dabei werden wir wieder einen Blick in die Vergangenheit werfen. Seien Sie gespannt!
Gruß
Michael
P. S.: Aufgepasst? Es steckt ein Fehler im heutigen Beitrag...
Montag, 5. Mai 2008
Some kind of monster
DIE DICKE is still alive!
Hier kommt der erste blog-Eintrag des Monats Mai.
Im letzten Eintrag hatte ich über die Schimmel-Problematik berichtet, die das feuchte Gipsnest und die unkontrollierte Müllentsorgung der Ameisen hervorgerufen hatten. Parallel dazu war es zu einem Rückgang der Population gekommen, bis schließlich nur noch 4 Arbeiterinnen übrig waren - und die DICKE ziemlich mager geworden war.
Um den Rest in stabile Verhältnisse zu überführen, habe ich das Glasnest wieder extern angeschlossen. Die neue Nestkonstruktion besteht aus dem Glasnest, das jetzt über eine Schlauchtunnel-Konstruktion direkt mit der Arena verbunden ist. Diese ist an einem sonnigen Standort auf der Fensterbank platziert. Das Glasnest selbst ist durch in einem Schaumstoffblock vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Am Schlauchtunnel sind seitlich Versorgungsschächte montiert, durch die ich u. a. Honigwasser zuführe.
Insekten werden in der Arena feilgeboten.
Seit diesem Umbau hat sich DIE DICKE sichtlich erholt und hat wieder einen fetten Hinterleib bekommen. Die Menge an Eiern, Larven und Puppen hat sichtlich zugenommen, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.


Der Appetit auf eiweißhaltiges Krabbelgetier ist auch wieder gestiegen.

(Alle Bilder klicken zum Vergrößern)
Weitere Bilder und Neuigkeiten aus dem Nest folgen in Kürze.
Gruß
Michael
Hier kommt der erste blog-Eintrag des Monats Mai.
Im letzten Eintrag hatte ich über die Schimmel-Problematik berichtet, die das feuchte Gipsnest und die unkontrollierte Müllentsorgung der Ameisen hervorgerufen hatten. Parallel dazu war es zu einem Rückgang der Population gekommen, bis schließlich nur noch 4 Arbeiterinnen übrig waren - und die DICKE ziemlich mager geworden war.
Um den Rest in stabile Verhältnisse zu überführen, habe ich das Glasnest wieder extern angeschlossen. Die neue Nestkonstruktion besteht aus dem Glasnest, das jetzt über eine Schlauchtunnel-Konstruktion direkt mit der Arena verbunden ist. Diese ist an einem sonnigen Standort auf der Fensterbank platziert. Das Glasnest selbst ist durch in einem Schaumstoffblock vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Am Schlauchtunnel sind seitlich Versorgungsschächte montiert, durch die ich u. a. Honigwasser zuführe.
Insekten werden in der Arena feilgeboten.
Seit diesem Umbau hat sich DIE DICKE sichtlich erholt und hat wieder einen fetten Hinterleib bekommen. Die Menge an Eiern, Larven und Puppen hat sichtlich zugenommen, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.


Der Appetit auf eiweißhaltiges Krabbelgetier ist auch wieder gestiegen.

(Alle Bilder klicken zum Vergrößern)
Weitere Bilder und Neuigkeiten aus dem Nest folgen in Kürze.
Gruß
Michael
Freitag, 11. April 2008
Ferkeleien im Nest
Ein großes Gipsnest mit vielen Kammern ist eine schöne Sache. Vor allem für größere Ameisenvölker. Für ein kleines Volk, wie es die DICKE anführt, scheint es noch eine Nummer zu groß zu sein. Dies führt leicht zu Mißbrauch, wie ich in den letzten Tagen erfahren durfte.
Müllhalde und Schimmel
DIE DICKE und ihre 7 Arbeiterinnen benötigen noch nicht viel Platz. Das Reagenzglas reich völlig aus, und sie wohnen auch weiterhin dort. Die schönen Kammern des Gipsnestes, die ja seit der Einbettung des Reagenzglases erreichbar sind, ohne daß man nach draußen ins Helle muß, wurden trotzdem genutzt. Und zwar als Müllhalde. Dorthin brachten die Ameisen all das Zeug, das sie nicht mehr brauchen konnten. Wie z. B. abgekaute Fliegen.
Und so kam, was kommen musste. Aufgrund der Feuchte im Gipsnest begannen die Müllhaufen zu schimmeln. Ich musste eingreifen, um Krankheiten zu verhindern. Also habe ich die mit Silikon festgepappte rote Folie vom Nest gelöst und die Kammern ausgemistet.
Die Folie dichtet jetzt immer noch ab, lässt sich aber leicht anheben, so daß man auch mal richtig ins Nest gucken und fotografieren kann. Ein Foto folgt demnächst.
Fütterung
Müll wurde seit der Reinigungsaktion noch nicht wieder in den Gipskammern eingelagert. Stattdessen verwende ich die erste Kammer zur Fütterung. Vor einigen Tagen habe ich dort eine dicke Zitterspinne (gefangen in der Garage) eingesperrt. Es dauerte nicht lange, bis die Ameisen sie entdeckt hatten und Richtung Glasnest zerrten. Jetzt rächten sich die Bauarbeiten der letzten Tage. Die große Spinne passte nicht über die Gipsmauer.
Nach zwei Tagen Zerlegearbeit durch bis zu 4 Ameisen gleichzeitig war die Spinne durchgebissen, so daß sie in das Reagenzglas verbracht werden konnte.
Honigwasser wird jetzt übrigens auch angenommen, seit ich die Honigsorte von teurem Waldhonig auf die billige "Tip"-Mischung umgestellt habe. Da kann man mal sehen. Ich habe offensichtlich Aldi-Ameisen ;-)
Brutentwicklung
Ich erwarte in Kürze einen großen Sprung in der Entwicklung der Population. Ich habe beim Anheben der Abdeckung 7-8 große Puppen entdecken können, also Ameisennachwuchs im letzten Stadium vor dem Schlüpfen. Daneben gibt es weitere Eier und Larven. Mal schauen, wann das Schlüpfen losgeht. Und ob mit mehr Arbeiterinnen auch die Eierlegerate der DICKEN steigt. Ich bin gespannt.
Michael
Müllhalde und Schimmel
DIE DICKE und ihre 7 Arbeiterinnen benötigen noch nicht viel Platz. Das Reagenzglas reich völlig aus, und sie wohnen auch weiterhin dort. Die schönen Kammern des Gipsnestes, die ja seit der Einbettung des Reagenzglases erreichbar sind, ohne daß man nach draußen ins Helle muß, wurden trotzdem genutzt. Und zwar als Müllhalde. Dorthin brachten die Ameisen all das Zeug, das sie nicht mehr brauchen konnten. Wie z. B. abgekaute Fliegen.
Und so kam, was kommen musste. Aufgrund der Feuchte im Gipsnest begannen die Müllhaufen zu schimmeln. Ich musste eingreifen, um Krankheiten zu verhindern. Also habe ich die mit Silikon festgepappte rote Folie vom Nest gelöst und die Kammern ausgemistet.
Die Folie dichtet jetzt immer noch ab, lässt sich aber leicht anheben, so daß man auch mal richtig ins Nest gucken und fotografieren kann. Ein Foto folgt demnächst.
Fütterung
Müll wurde seit der Reinigungsaktion noch nicht wieder in den Gipskammern eingelagert. Stattdessen verwende ich die erste Kammer zur Fütterung. Vor einigen Tagen habe ich dort eine dicke Zitterspinne (gefangen in der Garage) eingesperrt. Es dauerte nicht lange, bis die Ameisen sie entdeckt hatten und Richtung Glasnest zerrten. Jetzt rächten sich die Bauarbeiten der letzten Tage. Die große Spinne passte nicht über die Gipsmauer.
Nach zwei Tagen Zerlegearbeit durch bis zu 4 Ameisen gleichzeitig war die Spinne durchgebissen, so daß sie in das Reagenzglas verbracht werden konnte.
Honigwasser wird jetzt übrigens auch angenommen, seit ich die Honigsorte von teurem Waldhonig auf die billige "Tip"-Mischung umgestellt habe. Da kann man mal sehen. Ich habe offensichtlich Aldi-Ameisen ;-)
Brutentwicklung
Ich erwarte in Kürze einen großen Sprung in der Entwicklung der Population. Ich habe beim Anheben der Abdeckung 7-8 große Puppen entdecken können, also Ameisennachwuchs im letzten Stadium vor dem Schlüpfen. Daneben gibt es weitere Eier und Larven. Mal schauen, wann das Schlüpfen losgeht. Und ob mit mehr Arbeiterinnen auch die Eierlegerate der DICKEN steigt. Ich bin gespannt.
Michael
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